KVKK-Compliance-Management demnächst: Inventar, Einwilligung und Vernichtung bei Mitarbeiterdaten nachweisen

Kurz gesagt

Das KVKK-Compliance-Management von Sora İK (der HR-Software von Sora Yazılım Teknolojileri) folgt demnächst. Es wird für Mitarbeiterdaten nach dem KVKK (türkisches Datenschutzgesetz Nr. 6698) Dateninventar, Einwilligungsnachweise, die Vernichtung von Datensätzen mit abgelaufener Aufbewahrungsfrist und Anträge betroffener Personen an einem Ort führen. Die Verantwortung für die Einhaltung trägt der Arbeitgeber als Verantwortlicher (veri sorumlusu).

Für wen ist das Modul gedacht und welches Problem wird es lösen?

Das KVKK-Compliance-Management ist für alle Arbeitgeber geplant, die Mitarbeiter- und Bewerberdaten verarbeiten. Nützlich sein wird es vor allem in Unternehmen, die das Inventar personenbezogener Daten in einer separaten Tabelle führen, Einwilligungen in Ordnern ablegen und Datensätze mit abgelaufener Aufbewahrungsfrist nicht regelmäßig überprüfen können. So bleibt nicht aktuell, welche Daten zu welchem Zweck und wie lange gespeichert werden, Daten Ausgeschiedener bleiben unbefristet erhalten, und Anträge von Mitarbeitenden gehen im E-Mail-Postfach unter.

  • HR-Leitung: wird das Inventar aktualisieren und Einwilligungsnachweise und Anträge in einer Ansicht verfolgen.
  • KVKK-Verantwortliche oder Kontaktperson: werden Datensätze mit abgelaufener Aufbewahrungsfrist, Vernichtungsvorgänge und die Zieldaten der Anträge betroffener Personen verfolgen.
  • Rechtsberatung: wird Inventar, Vernichtungsprotokolle und Zugriffsbericht prüfen.

Was wird das KVKK-Compliance-Management leisten?

Das Modul wird Entscheidungen des Arbeitgebers in umsetzbare und nachweisbare Datensätze überführen; die Entscheidung selbst wird es nicht treffen. Das gesamte Modul folgt demnächst; der geplante Umfang:

  • Dateninventar: Für HR-Daten werden Datenkategorie, Verarbeitungszweck, Rechtsgrundlage, Aufbewahrungsfrist und Angaben zur Übermittlung nach der Richtlinie Ihres Unternehmens eingetragen; das Inventar wird sich als CSV exportieren lassen.
  • Aufbewahrung und Vernichtung: Datensätze mit abgelaufener Aufbewahrungsfrist werden in festen Abständen aufgelistet; Löschung, Anonymisierung oder Vernichtung erfolgen nach Freigabe und werden protokolliert.
  • Anträge betroffener Personen: Anträge werden mit Status, Antwort und Zieldatum erfasst.
  • Einwilligungsnachweise: Für einwilligungsbasierte Verarbeitungen werden Erteilung und Widerruf der Einwilligung erfasst.
  • Zugriffsbericht: wird aus dem bestehenden Audit-Log des Moduls Rollen, Berechtigungen und Sicherheit das Ansehen sensibler Daten zeigen.

Die Veröffentlichung von Informationstexten (aydınlatma metni) und Richtlinien als unternehmensweite Dokumente, ein Lesebericht und eine Liste derjenigen, die sie nicht gelesen haben, folgen ebenfalls demnächst in der Dokumenten- und Vertragsverwaltung. Fertige Vorlagen für Informations- oder Richtlinientexte, ein Ablauf zur Meldung von Datenschutzverletzungen und die direkte Registrierung im VERBİS gehören nicht zum geplanten Umfang.

Thema Arbeitgeber (Verantwortlicher, veri sorumlusu) Sora İK (Auftragsverarbeiter, veri işleyen) Beitrag des geplanten Moduls
Dateninventar Erstellt es und stimmt es mit der Rechtsberatung ab Nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt Erfassung und CSV-Export
Ausdrückliche Einwilligung Entscheidet, ob sie erforderlich ist Erfasst nach Weisung Nachweis von Erteilung und Widerruf
Aufbewahrungsfristen Legt die Richtlinie fest Wendet sie nach Weisung an Liste abgelaufener Datensätze, freigegebene Vernichtung und Protokoll
Anträge betroffener Personen Prüft und beantwortet Leitet eingehende Anträge an den Arbeitgeber weiter Erfassung; Verfolgung von Status und Zieldatum
Zugriffssicherheit Legt fest, wer worauf zugreift Sorgt für die Sicherheit der Infrastruktur Zugriffsbericht (rollenbasierter Zugriff und Audit-Log heute verfügbar)

Die Pflichten von Sora İK als Auftragsverarbeiter sind auf der Seite Auftragsverarbeitungsvertrag beschrieben, Angaben zu Verschlüsselung, Datensicherung und Unterauftragsverarbeitern auf der Seite Sicherheit.

Wie wird es funktionieren?

Das geplante Modul wird die Richtlinie des Arbeitgebers in fünf Schritten umsetzbar machen.

  1. Inventar: Datenkategorien, Verarbeitungszwecke, Rechtsgrundlagen, Aufbewahrungsfristen und Übermittlungen werden gemeinsam mit Ihrer Rechtsberatung eingetragen.
  2. Aufbewahrungsfristen: Die Fristen werden nach Datenart festgelegt; Datensätze mit abgelaufener Frist werden in festen Abständen aufgelistet.
  3. Vernichtung: Für die aufgelisteten Datensätze werden Löschung, Anonymisierung oder Vernichtung freigegeben, und es entsteht ein Protokoll.
  4. Einwilligungen und Anträge: Für Verarbeitungen, die eine ausdrückliche Einwilligung erfordern, werden Einwilligungsnachweise geführt; eingehende Anträge betroffener Personen werden erfasst, und ihr Status und Zieldatum werden verfolgt.
  5. Prüfung der Zugriffe: Mit dem Zugriffsbericht wird regelmäßig geprüft, wer sensible Daten angesehen hat.
Beispielansichten — mit Beispieldaten erstellt.

Hinweis zur Rechtslage

Die Regeln zur Anwendung des KVKK ergeben sich aus dem Gesetz, aus Verordnungen und Mitteilungen sowie aus Leitfäden und Beschlüssen des Kişisel Verileri Koruma Kurumu (türkische Datenschutzbehörde); diese Seite nennt keine Artikelnummern oder Fristen.

Den Text, den Sora İK für die eigene Website und die Kontodaten bereitstellt, finden Sie auf der Seite KVKK-Datenschutzhinweis. Diese Seite ist keine Rechtsberatung; wenden Sie sich für betriebsspezifische Fragen an Ihre Rechtsberatung.

Mit welchen technischen Maßnahmen trägt Sora İK heute bei?

Auch bevor das KVKK-Compliance-Management verfügbar ist, setzen die genutzten Module von Sora İK heute folgende Maßnahmen um, damit Mitarbeiterdaten nach dem Prinzip der minimalen Berechtigung verarbeitet werden:

  • Rollen und Berechtigungen: Wer welche Daten sieht, wird über Rollen und unternehmenseigene Rollen beschränkt; verwaltet wird das im Modul Rollen, Berechtigungen und Sicherheit.
  • Audit-Log: Jede ändernde Aktion wird mit der handelnden Person und den Namen der geänderten Felder erfasst; Werte und personenbezogene Daten werden nicht geschrieben. Gesondert protokolliert werden auch die Klartextanzeige der Identitätsnummer einer anderen Person, das Ansehen von Gehaltshistorie, Abrechnungsdetails sowie Bewerber- und Leistungsdatensätzen, Dokument-Downloads und Exporte.
  • Dokumente besonderer Art: Ärztliche Atteste und Führungszeugnisse sind nur mit eigener Berechtigung sichtbar; standardmäßig haben nur Unternehmensinhaber und HR diese Berechtigung.
  • Löschen von Dokumenten: Löscht ein berechtigter Nutzer ein Dokument, werden alle Versionen auch aus dem Speicher entfernt, und der Vorgang wird im Audit-Log erfasst.
  • Einwilligung von Bewerbenden: Im Bewerbermanagement wird die optionale ausdrückliche Einwilligung bei der Bewerbung zusammen mit dem SHA-256-Fingerabdruck des Textes und dem Zeitpunkt der Bestätigung gespeichert.
  • Identitätsnummer: erscheint nicht in Listen und nicht für Nutzer ohne Berechtigung und wird nicht in Anwendungsprotokolle geschrieben.
  • Teamansicht: Führungskräfte können in der Anwesenheitsliste einen Krankheitstag nicht von bezahlter Freistellung unterscheiden; in der Benachrichtigungs-E-Mail zum Urlaub erscheint ein gesundheitlich begründeter Urlaub unter einer neutralen Bezeichnung.
  • Zeiterfassung (PDKS): Biometrische Daten werden nicht verarbeitet; der Standort wird nur im Moment einer QR-Buchung zur Prüfung abgefragt, rohe Koordinaten werden nicht gespeichert; bei Kommt- und Geht-Buchungen werden IP-Adresse und Browserangaben nicht gespeichert.
  • Trennung der Unternehmen: Die Daten jedes Unternehmens werden auf Datenbankebene durch Sicherheit auf Zeilenebene getrennt.

Reicht eine HR-Software allein für die KVKK-Einhaltung?

Nein. Die Verantwortung für die Einhaltung des KVKK liegt beim Verantwortlichen, der entscheidet, zu welchem Zweck und mit welchen Mitteln personenbezogene Daten verarbeitet werden; für Mitarbeiterdaten ist das der Arbeitgeber. Eine HR-Software hilft, Prozesse wie Dateninventar, ausdrückliche Einwilligung, Aufbewahrung und Vernichtung geordnet durchzuführen und zu dokumentieren. Welche Daten auf welcher Rechtsgrundlage verarbeitet werden, der Inhalt der Texte, die Festlegung der Aufbewahrungsfristen, die Pflichten im VERBİS (Veri Sorumluları Sicil Bilgi Sistemi, Register der Verantwortlichen), die Information der Mitarbeitenden und die Verwaltung des Papierarchivs bleiben jedoch Entscheidung und Verantwortung des Arbeitgebers.

Bei der Bewertung einer Software unter diesem Gesichtspunkt sollten Sie folgende Fragen stellen:

  1. Wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen, und werden die Unterauftragsverarbeiter aufgeführt?
  2. Wo werden die Daten gehostet, und wie werden sie gesichert?
  3. Lässt sich rollenbasiert beschränken, wer auf welche Daten zugreift, und ist das im Audit-Log nachvollziehbar?
  4. Können die Daten bei Vertragsende exportiert und gelöscht werden?

Die Antworten für Sora İK finden Sie auf den Seiten Sicherheit, Auftragsverarbeitungsvertrag und Preise. Weitere Module aus dem Bereich Compliance und Berichtswesen (Arbeitsschutz, Disziplinarakten und gesetzliche Berichte) sind auf der Seite der Kategorie Compliance und Berichtswesen aufgeführt.

Mit welchen Modulen arbeitet es zusammen?

  • Verfügbar

    Plattform und Integrationen

    Rollen, Berechtigungen und Sicherheit

    Rollenbasierte Zugriffsrechte, unternehmensweite Zwei-Faktor-Authentifizierung und ein Audit-Log: wer hat was wann geändert.

  • Verfügbar

    Personalverwaltung

    Dokumenten- und Vertragsverwaltung

    Verwahrt Arbeitsverträge und Personaldokumente auf der Personalkarte mit Versionen, Gültigkeitsdaten, Zugriffsrechten und Lesebestätigung.

  • Verfügbar

    Personalverwaltung

    Digitale Personalakte

    Bündelt Identitäts-, Kontakt- und Stellendaten jeder Person mit Gehaltshistorie und Dokumenten in einer Akte mit Zugriff nach Berechtigung.

  • Verfügbar

    Recruiting und Talentmanagement

    Bewerbermanagement und Karriereseite

    Veröffentlicht Stellen auf einer Karriereseite, verfolgt Bewerbungen nach Phasen und bündelt Notizen und Bewertungen.

Häufige Fragen

Worauf sollte ein Unternehmen achten, das eine „KVKK-konforme HR-Software“ sucht?

Zunächst gilt: Keine Software stellt die Einhaltung allein sicher; Verantwortlicher für Mitarbeiterdaten ist der Arbeitgeber. Fragen Sie deshalb nach Auftragsverarbeitungsvertrag, Liste der Unterauftragsverarbeiter, Serverstandort, rollenbasiertem Zugriff, Audit-Log sowie Möglichkeiten für Datenexport und Löschung. Ein wichtiges Kriterium ist auch, ob sich Dateninventar, ausdrückliche Einwilligung und Vernichtung dokumentieren lassen.

Muss für jede Verarbeitung eine ausdrückliche Einwilligung der Mitarbeitenden eingeholt werden?

Nein. Das Gesetz sieht neben der ausdrücklichen Einwilligung weitere Verarbeitungsvoraussetzungen vor, etwa den Abschluss und die Erfüllung eines Vertrags oder die Erfüllung einer rechtlichen Pflicht; nicht jede Verarbeitung beruht auf Einwilligung. Auf welche Voraussetzung sich welche Verarbeitung stützt, entscheidet der Arbeitgeber mit seiner Rechtsberatung und trägt es ins Inventar ein. Auch das Modul, das demnächst folgt, wird nur für einwilligungsbasierte Verarbeitungen einen Einwilligungsnachweis führen.

Welche Rolle hat Sora İK bei Mitarbeiterdaten?

Das Kundenunternehmen ist für die Daten seiner Mitarbeitenden Verantwortlicher (veri sorumlusu); Sora İK verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiter (veri işleyen) nach Weisung des Kunden und zur Erbringung des Dienstes. Die Pflichten der Parteien regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag, der bei der Registrierung des Unternehmens als Anlage zum Verkaufs- und Abonnementvertrag akzeptiert wird. Für Besucher der eigenen Website und für Kontoinhaber hat Sora İK einen gesonderten Informationstext.

Wann werden die Daten ausgeschiedener Mitarbeitender gelöscht?

Nach den Fristen, die Ihr Unternehmen in seiner Aufbewahrungs- und Vernichtungsrichtlinie festlegt. Da Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht für verschiedene Datenarten unterschiedliche Aufbewahrungsgründe begründen können, gibt es keine einheitliche Frist; die Fristen müssen Sie mit Ihrer Rechtsberatung festlegen. Das Modul, das demnächst folgt, wird Datensätze mit abgelaufener Frist in festen Abständen auflisten; Löschung, Anonymisierung oder Vernichtung erfolgen dann nach Freigabe und werden protokolliert.

Wie stellen Mitarbeitende einen Antrag zu ihren Daten?

Mitarbeitende richten den Antrag an ihren Arbeitgeber als Verantwortlichen. Im Modul, das demnächst folgt, wird der Arbeitgeber den Antrag erfassen; Status, Antwort und Zieldatum werden im selben Datensatz verfolgt. Heute ist der Datensatz der Person in der Anwendung einsehbar und wird bei Bedarf von HR berichtigt. Erreicht ein Antrag zu Kundendaten Sora İK direkt, wird er gemäß Auftragsverarbeitungsvertrag unverzüglich an den betreffenden Arbeitgeber weitergeleitet.

Übernimmt Sora İK die Registrierung im VERBİS?

Nein. Die Registrierung im VERBİS (Veri Sorumluları Sicil Bilgi Sistemi, Register der Verantwortlichen) und deren Aktualisierung nimmt der registrierungspflichtige Verantwortliche im eigenen System des Kişisel Verileri Koruma Kurumu (türkische Datenschutzbehörde) vor; Sora İK übermittelt keine Daten an dieses System. Das Dateninventar des Moduls, das demnächst folgt, wird sich als CSV exportieren lassen; die Datei kann dann als Ausgangspunkt dienen, um die für die Registrierung nötigen Angaben zusammenzustellen.

Wie werden Daten besonderer Art wie ärztliche Atteste geschützt?

Dokumente wie ärztliche Atteste und Führungszeugnisse werden als besondere Kategorie (özel nitelikli) geführt und sind nur für Nutzer mit dieser Berechtigung und für die Person selbst sichtbar; in Listen erscheinen sie nicht. In der Anwesenheitsliste der Führungskraft ist ein Krankheitstag nicht von bezahlter Freistellung zu unterscheiden. Für Verarbeitungsvoraussetzungen und zusätzliche Maßnahmen sind die Beschlüsse des Kişisel Verileri Koruma Kurulu und die Einschätzung Ihrer Rechtsberatung maßgeblich.

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