Urlaubsverwaltung: Jahres-, Sonder- und unbezahlter Urlaub vom Anspruch bis zur Freigabe an einem Ort

Kurz gesagt

Die Urlaubsverwaltung ist das Modul in Sora İK (der HR-Software von Sora Yazılım Teknolojileri), das den Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub, genommene und verbleibende Tage sowie Sonder- und unbezahlten Urlaub in einem Datensatz verfolgt. Mitarbeitende stellen Anträge im Self-Service, die Führungskraft gibt frei, und Ergebnisse werden per E-Mail mitgeteilt; genehmigter Jahresurlaub wird vom Konto abgezogen, alle Abwesenheiten fließen in die Anwesenheitsliste.

Für wen ist das Modul und welches Problem löst es?

Die Urlaubsverwaltung ist für HR- und Lohnbuchhaltungsteams gedacht, die Jahresurlaubskonten in Excel führen und Ansprüche zu jedem Eintrittsjahrestag von Hand neu berechnen. Weil sich der Anspruch nach Betriebszugehörigkeit und Alter ändert und die Jahrestage über das Jahr verteilt sind, steigt bei dieser Methode das Fehlerrisiko. Dazu kommen weitere häufige Probleme:

  • Urlaubsanträge verteilen sich auf E-Mail, Messenger und Papierformulare; welcher genehmigt wurde, bleibt unklar.
  • Wie viele Personen eines Teams gleichzeitig abwesend sein werden, ist vorab nicht sichtbar.
  • Genehmigter Urlaub wird erst am Monatsende von Hand in die Anwesenheitsliste übertragen.
  • Mitarbeitende müssen bei HR nachfragen, um ihre Resttage zu erfahren.

Das Modul bindet den Anspruch an Regeln, führt Anträge durch einen Freigabeablauf und übergibt das Ergebnis an die anderen Module der Kategorie Zeit- und Anwesenheitsmanagement.

Was leistet die Urlaubsverwaltung?

Das Modul bündelt den Weg vom Entstehen des Urlaubsanspruchs über die Inanspruchnahme bis zur Übernahme in die Anwesenheitsliste in einem Datensatz. Heute stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Anspruchsberechnung: eine Berechnungsgrundlage nach den Bestimmungen des türkischen Arbeitsgesetzes Nr. 4857 aus Beginn der Betriebszugehörigkeit (Zeiten in verschiedenen Betrieben desselben Arbeitgebers fasst das System nicht zusammen; HR trägt das zusammengefasste Anfangsdatum manuell ein), Alter, Untertagearbeit und Fehltagen, die nicht auf die Dienstzeit angerechnet werden. Vertraglich gewährte Zusatztage werden als Unternehmensregel nach Dienstjahr definiert und nicht rückwirkend angewendet.
  • Urlaubsarten: bezahlter Jahresurlaub, Reiseurlaub (yol izni), Urlaub bei Heirat, Adoption, Tod von Mutter, Vater, Ehepartner, Geschwistern oder Kind, Entbindung der Ehefrau, Behandlung eines Kindes mit Behinderung oder chronischer Krankheit und unbezahlter Urlaub. Die Arten und ihre gesetzlichen Höchstgrenzen sind in Sora İK hinterlegt. Krankschreibung und Mutterschaftsurlaub folgen demnächst als Urlaubsarten; heute ist eine Krankschreibung (rapor) eine Tagesmarkierung, die HR in der Anwesenheitsliste erfasst. Auch unternehmenseigene Urlaubsarten folgen demnächst.
  • Konto: Resttage, nächstes Anspruchsdatum und Anspruchstage; bei der Umstellung ein Eröffnungssaldo, dazu personenbezogene Korrekturbuchungen.
  • Antrag und Vorschau: Mitarbeitende stellen Anträge in der Self-Service-Ansicht, HR kann auch für andere einen Antrag anlegen. Während der Datumsauswahl erscheinen die angerechneten Tage, die nicht angerechneten Tage mit Grund, das voraussichtliche Konto nach dem Antrag und Warnungen (unzureichendes Konto, noch nicht erworbener Anspruch, Teilabschnitt unter 10 Tagen, Reiseurlaub ohne direkten Anschluss an den Jahresurlaub).
  • Freigabe: Ist kein Workflow definiert, entscheidet die direkte Führungskraft; übergeordnete Führungskräfte und HR können ebenfalls entscheiden (z. B. wenn die Führungskraft im Urlaub ist). Ist ein Workflow definiert, entscheiden nur die freigebende Person des aktuellen Schritts und HR; eine übergeordnete Führungskraft, die im Schritt nicht vorkommt, kann nicht entscheiden. Eine Ablehnung erfolgt mit optionaler Notiz. Mehrstufige Freigabereihenfolgen und Vertretungen werden im Workflow- und Freigabe-Designer eingerichtet.
  • E-Mail-Benachrichtigung: Neue Anträge gehen an die Führungskraft oder an die nächste freigebende Person im Workflow; Genehmigung, Ablehnung und die Stornierung eines genehmigten Urlaubs durch eine andere Person werden der betroffenen Person in einer zweisprachigen E-Mail mitgeteilt.
  • Kalender: monatlicher Urlaubskalender mit genehmigten und offenen Urlauben, gesetzlichen und betrieblichen Feiertagen sowie Abteilungsfilter. Mitarbeitende sehen nur ihren eigenen Urlaub, Führungskräfte ihr zugeordnetes Team; die Öffnung des Teamkalenders für Mitarbeitende folgt demnächst.
  • Tageszählung: Wöchentliche Ruhetage (standardmäßig Sonntag, vom Unternehmen änderbar), Nationalfeiertage und allgemeine Feiertage, religiöse Feiertage und Betriebsfeiertage werden nicht auf die Urlaubsdauer angerechnet.
  • Verbindung zur Anwesenheitsliste: Genehmigte Urlaube erscheinen in der Anwesenheitsliste als Tagescode. Dass unbezahlter Urlaub und Krankheitstage in der Lohnabrechnung automatisch als Fehltage in die Berechnung eingehen, folgt demnächst.
  • Berichte: Kontoübersicht mit Suche und Abteilungsfilter, Ansprüche der nächsten 30 Tage im Dashboard und in Reporting und People Analytics ein Bericht der im Jahr genommenen Tage nach Urlaubsart (CSV). Ein Bericht zur Urlaubsnahme für einen wählbaren Zeitraum und nach Person folgt demnächst.
Urlaubsart Wird vom Jahresurlaubskonto abgezogen? Entsprechung in der Anwesenheitsliste Hinweis
Bezahlter Jahresurlaub Ja Jahresurlaub (Yİ) Der Anspruch wird nach Regel berechnet
Sonderurlaub (z. B. Heirat, Todesfall, Entbindung der Ehefrau) Nein, eigene Art Bezahlte Freistellung (Mİ) Je Art gilt eine gesetzliche Höchstgrenze
Reiseurlaub Nein Unbezahlter Urlaub (Üİ) Warnung, wenn er nicht direkt an den Jahresurlaub anschließt
Unbezahlter Urlaub Nein Unbezahlter Urlaub (Üİ) Wird in Kalendertagen gezählt
Krankschreibung (demnächst; heute die Krankheitsmarkierung durch HR) Nein Krankschreibung (R) In der Teamansicht ist keine Gesundheitsangabe erkennbar

Wie funktioniert es?

Ist der Urlaubsprozess eingerichtet, durchläuft jeder Antrag denselben Weg:

  1. Kalender und Regeln einrichten. Legen Sie wöchentliche Ruhetage, die eigenen Betriebsfeiertage und gegebenenfalls Regeln für vertragliche Zusatztage fest.
  2. Eröffnungssalden übernehmen. Erfassen Sie die übertragenen Urlaubstage jeder Person oder laden Sie sie gesammelt über eine CSV- oder xlsx-Vorlage hoch.
  3. Die Person stellt einen Antrag. Das System berechnet die angerechneten Tage und zeigt das Konto nach dem Antrag sowie gegebenenfalls Warnungen; die nächste freigebende Person erhält eine E-Mail.
  4. Die freigebende Person entscheidet. Ohne Workflow genehmigt die direkte Führungskraft, eine übergeordnete Führungskraft oder HR den Antrag oder lehnt ihn ab; mit Workflow laufen die Schritte der Reihe nach, und in jedem Schritt entscheidet die freigebende Person dieses Schritts oder HR. Das Ergebnis erfährt die Person per E-Mail.
  5. Die Daten werden aktualisiert. Genehmigter Jahresurlaub wird vom Konto abgezogen; der Urlaub wird in Kalender und Anwesenheitsliste eingetragen.

Die Pakete von Sora İK werden jährlich nach der Zahl aktiver Mitarbeitender bepreist; Details finden Sie auf der Seite Preise.

Beispielansichten — mit Beispieldaten erstellt.

Hinweis zur Rechtslage

Dauer, Anspruchsvoraussetzungen und Gewährung von bezahltem Jahresurlaub und Sonderurlaub sind gesetzlich geregelt. Sora İK bietet eine an diesen Regeln ausgerichtete Berechnungsgrundlage; prüfen Sie den aktuellen Text in den offiziellen Quellen:

Günstigere Ansprüche aus Arbeits- oder Tarifvertrag werden im Modul als Regel für vertragliche Zusatztage oder als personenbezogene Korrekturbuchung erfasst. Dieser Abschnitt ist eine Quellenliste zur Information und ersetzt keine Rechtsberatung; für Fragen zu Ihrem Betrieb wenden Sie sich an Ihre arbeitsrechtliche Beratung.

Warum stimmt das Urlaubskonto so oft nicht?

Urlaubskonten stimmen meist deshalb nicht, weil Anspruchsdatum, Übertrag und Feiertagsberechnung von verschiedenen Personen nach unterschiedlichen Methoden ermittelt werden. Häufige Ursachen sind:

  • Der Anspruch wird zu Beginn des Kalenderjahres statt zum Eintrittsjahrestag der Person gutgeschrieben.
  • Eine Änderung der Anspruchsstufe wegen Betriebszugehörigkeit oder Alter wird übersehen.
  • Wöchentliche Ruhetage und Feiertage innerhalb des Urlaubs werden als Urlaubstage gezählt.
  • Rückwirkende Korrekturen und Stornierungen werden nicht im Konto verbucht.

Das Modul berechnet den Anspruch für jede Person nach ihrem eigenen Datum; im Anspruchskalender der Person sind Dienstjahr, Datum, Tage und angewendete Regel Zeile für Zeile sichtbar. Eröffnungssaldo, Inanspruchnahme und Korrekturen werden mit Datum, erfassender Person und Notiz gespeichert; die aus einem genehmigten Antrag entstandene Buchung ist mit dem Antrag verknüpft, lässt sich nicht manuell löschen und wird bei Stornierung des Antrags entfernt. Dass die Stornierung als eigene Gegenbuchung erscheint, folgt demnächst. Das Arbeitsgesetz sieht vor, dass der Arbeitgeber ein Urlaubsverzeichnis über den bezahlten Jahresurlaub führt; diese Aufzeichnung bündelt die dem Verzeichnis zugrunde liegenden Anspruchs- und Nutzungsdaten an einem Ort.

Bei Einträgen wie Krankheitstagen und Urlaub zur Behandlung eines Kindes mit Behinderung oder chronischer Krankheit ist der Grund eine Gesundheitsangabe; nach dem KVKK (türkisches Datenschutzgesetz Nr. 6698) handelt es sich um personenbezogene Daten besonderer Art. Das Antragsformular erinnert daran, keine Gesundheitsangaben ins Notizfeld zu schreiben; Urlaub zur Behandlung eines Kindes erscheint in der Benachrichtigungs-E-Mail nur als „Sonderurlaub“ (Mazeret izni). Details zu Hosting und Schutz der Daten finden Sie auf der Seite Sicherheit und Datenschutz.

Mit welchen Modulen arbeitet es zusammen?

  • Verfügbar

    Zeit- und Anwesenheitsmanagement

    Anwesenheitsliste (Puantaj)

    Fasst den täglichen Anwesenheitsstatus aus Urlaub und Zeitbuchungen monatlich zusammen; Überstunden erfasst HR, Download als CSV.

  • Verfügbar

    Plattform und Integrationen

    Workflow- und Freigabe-Designer

    Legt Freigabeschritte, Genehmigende und Bedingungen für Urlaubsanträge ohne Programmierung über ein Formular fest.

  • Verfügbar

    Lohnabrechnung und Vergütung

    Lohnabrechnung (Türkei)

    Berechnungsgrundlage nach türkischem Recht: Brutto-Netto, SGK-Beiträge und Steuern aus Gehalt, Ein- und Austrittsdatum und Periodenposten.

Häufige Fragen

Wie berechnet die Urlaubsverwaltung den Anspruch auf Jahresurlaub?

Sora İK bietet eine Berechnungsgrundlage, die den Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub nach den Bestimmungen des türkischen Arbeitsgesetzes Nr. 4857 aus Angaben wie Beginn der Betriebszugehörigkeit, Geburtsdatum und Untertagearbeit ermittelt. Der Anspruch wird dem Konto gutgeschrieben, wenn das persönliche Dienstjahr der Person vollendet ist. Vertraglich gewährte Zusatztage werden als Unternehmensregel nach Dienstjahr erfasst, personenbezogene über eine Korrekturbuchung.

Wie werden Resturlaubstage aus Vorjahren übernommen?

Bei der Umstellung werden die Resttage jeder Person als Eröffnungssaldo erfasst; bei vielen Mitarbeitenden gesammelt über eine CSV- oder xlsx-Vorlage. Die Datei wird zuerst in einer Vorschau angezeigt, und ist eine Zeile fehlerhaft, wird kein Datensatz geschrieben. Der Eröffnungssaldo wird mit Datum und erfassender Person als eigene Buchung gespeichert; spätere Ansprüche und Inanspruchnahmen werden auf diesem Saldo fortgeschrieben.

Werden Urlaubstage, die auf Feiertage fallen, vom Konto abgezogen?

Nein. Bei der Berechnung der Jahresurlaubsdauer werden die wöchentlichen Ruhetage Ihres Unternehmens, Nationalfeiertage und allgemeine Feiertage, religiöse Feiertage und die eigenen Betriebsfeiertage nicht auf den Urlaub angerechnet. Auch halbe Feiertage wie der Vortag eines religiösen Festes (arefe) werden nicht angerechnet; halbe Urlaubstage sind derzeit nicht vorhanden; sie folgen demnächst. Wöchentliche Ruhetage und Betriebsfeiertage legt das HR-Team fest.

Wer genehmigt Urlaubsanträge, wenn die Führungskraft selbst im Urlaub ist?

Ohne Workflow entscheiden die direkte Führungskraft, übergeordnete Führungskräfte und HR; ist die Führungskraft im Urlaub, genehmigt eine übergeordnete Führungskraft oder HR den Antrag oder lehnt ihn ab. Mit Workflow entscheiden nur die freigebende Person des aktuellen Schritts und HR; übergeordnete Führungskräfte ohne eigenen Schritt nicht. Freigebende im Urlaub können für ihre Schritte eine befristete Vertretung erteilen. Niemand genehmigt den eigenen Antrag. Workflow und Vertretung liegen im Workflow- und Freigabe-Designer.

Was passiert, wenn ein genehmigter Urlaub storniert wird?

HR kann genehmigten Urlaub jederzeit stornieren, Mitarbeitende nur vor Urlaubsbeginn; auch HR kann den eigenen Urlaub nach Beginn nicht stornieren. Eine gesonderte Freigabe durch die Führungskraft ist für die Stornierung heute nicht nötig; die Bindung der Stornierung an eine Freigabe folgt demnächst. Bei einem stornierten Jahresurlaub wird die Buchung der Inanspruchnahme entfernt, und die Tage werden dem Konto wieder gutgeschrieben. Die Anwesenheitsliste übernimmt die Änderung automatisch.

Wie werden Urlaubsantrag und Ergebnis mitgeteilt?

Bei einem neuen Antrag erhält die nächste freigebende Person eine E-Mail (ohne Workflow die direkte Führungskraft); bei Genehmigung, Ablehnung oder Stornierung eines genehmigten Urlaubs durch eine andere Person geht sie an die betroffene Person. Die zweisprachige E-Mail (Türkisch und Englisch) enthält Mitarbeitername, Urlaubsart, Zeitraum, Tageszahl und einen Link zum Antrag. Notizen und Ablehnungsgründe stehen nicht darin. Hat die empfangende Person keine geschäftliche E-Mail-Adresse in der Personalkarte, wird nichts versendet.

Wer sieht den Urlaubskalender?

Alle sehen den Kalender in ihrem eigenen Umfang: HR das ganze Unternehmen, Führungskräfte ihr direktes und indirektes Team, Mitarbeitende nur ihre eigenen Abwesenheiten. Genehmigte und offene Urlaube sowie gesetzliche und betriebliche Feiertage erscheinen in derselben Monatsansicht und lassen sich nach Abteilung filtern. Ein für alle Mitarbeitenden geöffneter Teamkalender und das Ausblenden der Urlaubsart im Kalender sind derzeit nicht vorhanden; beides folgt demnächst.

Demo für Urlaubsverwaltung anfragen

Füllen Sie das Formular aus; unser Team meldet sich per E-Mail oder Telefon bei Ihnen, um die Demo abzustimmen. Eine Demo-Anfrage verpflichtet nicht zum Kauf.

Mindestens 10, höchstens 5.000 Zeichen.

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