Digitale Personalakte: Mitarbeiterdaten und Unterlagen in einem Datensatz

Kurz gesagt

Die Digitale Personalakte ist das Modul in Sora İK (der HR-Software von Sora Yazılım Teknolojileri), das Identitäts-, Kontakt-, Stellen-, Gehalts- und Dokumentendaten aller Mitarbeitenden in je einer Personalkarte bündelt. Die Daten sind nach Rolle sichtbar, jede Änderung wird im Audit-Log erfasst; Urlaubsverwaltung, Anwesenheitsliste und Lohnabrechnung nutzen denselben Datensatz.

Für wen ist das Modul und welches Problem löst es?

Die Digitale Personalakte ist für HR-Teams, Verantwortliche in der Buchhaltung und die Geschäftsführung von KMU gedacht, die Mitarbeiterdaten verstreut in Excel-Tabellen, E-Mail-Anhängen und Papierordnern führen. Liegen die Informationen an mehreren Orten, wiederholen sich drei Probleme: Niemand weiß, welche Kopie aktuell ist, sensible Angaben wie Gehalt oder ärztliche Atteste sind mehr Personen zugänglich als nötig, und welche Unterlage abgelaufen ist, lässt sich nur durch manuelles Nachsehen feststellen.

Die Personalakte ist zugleich eine gesetzlich vorgesehene Aufzeichnung. Das türkische Arbeitsgesetz Nr. 4857 sieht vor, dass Arbeitgeber für alle Beschäftigten eine Personalakte anlegen, die gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen und Aufzeichnungen darin aufbewahren und die über Beschäftigte erlangten Informationen nach Treu und Glauben und rechtmäßig verwenden. Das Modul erfüllt diese Pflicht nicht an Ihrer Stelle; es trägt dazu bei, dass die Akte geordnet und nur für Berechtigte zugänglich ist.

Thema Papierordner Excel-Tabelle Digitale Personalakte
Aktuelle Daten Hängt davon ab, wer die Akte zuletzt gepflegt hat Mehrere Kopien möglich Ein Datensatz; Urlaub, Anwesenheitsliste und Lohnabrechnung nutzen dieselben Daten
Zugriffskontrolle Schrankschlüssel Dateipasswort; Trennung nach Spalten schwierig Berechtigung nach Rolle; Gehalt und Unterlagen besonderer Art mit eigener Berechtigung
Änderungshistorie Nur bei handschriftlicher Notiz Eingeschränkt Protokoll: wer hat wann welches Feld geändert
Ablaufende Unterlagen Manuelle Kontrolle Separate Liste Liste der Unterlagen, die innerhalb von 30 Tagen ablaufen oder bereits abgelaufen sind
Fernzugriff Nicht möglich Abhängig von der Dateifreigabe Im Browser, je nach Berechtigung

Was leistet die Digitale Personalakte?

Das Modul bündelt die Daten und Unterlagen einer Person in einer Personalkarte und legt fest, wer diese Informationen sehen darf. Die Karte besteht aus den Registerkarten Allgemeine Angaben, Beschäftigung, Jahresurlaub, Unterlagen, Prozesse, Anwesenheitsliste und Gehalt. Heute stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Personalkarte: Personalnummer, Vor- und Nachname, türkische Identitätsnummer (T.C. kimlik no, mit Prüfziffernkontrolle), Geburtsdatum, dienstliche E-Mail-Adresse und Telefon; Eintrittsdatum, Beginn der Betriebszugehörigkeit, Arbeitsform (Voll- oder Teilzeit), Untertagearbeit; Abteilung, Stelle und Führungskraft.
  • Gehaltshistorie: Das monatliche Brutto- oder Nettogehalt wird mit Gültigkeitsdatum erfasst, frühere Einträge werden nicht gelöscht; die Lohnabrechnung wird auf Grundlage dieser Einträge berechnet.
  • Unterlagen: Dokumente wie Arbeitsvertrag, Diplom oder ärztliches Attest werden mit Typ, Gültigkeitsdatum und Versionen der Karte der Person hinzugefügt; Einzelheiten finden Sie auf der Seite Dokumenten- und Vertragsverwaltung.
  • Ablaufende Unterlagen: Unterlagen, deren Gültigkeit innerhalb von 30 Tagen endet oder bereits abgelaufen ist, erscheinen in einer gemeinsamen Liste.
  • Rollenbasierter Zugriff: Gehalt, Identitätsnummer und Unterlagen besonderer Art sind nur für berechtigte Rollen freigegeben; die Rollen werden im Modul Rollen, Berechtigungen und Sicherheit verwaltet.
  • Audit-Log: Jedes Anlegen, Ändern und Löschen in der Karte wird mit ausführender Person, Zeitpunkt und den Namen der geänderten Felder erfasst.
  • Sammelimport: Die bestehende Mitarbeiterliste wird per CSV- oder xlsx-Vorlage nach einer Vorschau in einem Schritt hochgeladen.
  • Suche und Filter: Die Liste lässt sich nach Vorname, Nachname, Personalnummer und E-Mail-Adresse durchsuchen und nach Status (aktiv, ausgeschieden) und Abteilung filtern.
  • Verknüpfung mit dem Login: Aus der Karte wird eine Einladung in die Anwendung verschickt; beim ersten Login sehen Mitarbeitende ihre eigene Karte.

Ein Adressfeld in der Personalkarte, der CSV-Download der Personalliste, Felder für Bankverbindung und Notfallkontakt, Änderungsanträge der Mitarbeitenden aus der Anwendung, eine Historie der Abteilungs- und Stellenwechsel, Gehaltsnotizen, eigene Felder des Unternehmens und Berechtigungen auf Feldebene sind derzeit nicht vorhanden; sie folgen demnächst. Disziplinarakten in der Kategorie Compliance und Berichtswesen sowie die Verwaltung von Arbeitsmitteln und Inventar in der Kategorie Personalverwaltung gehören zu den Modulen, die demnächst folgen.

Feldgruppe Beispielfelder Standardzugriff
Identität und Kontakt Name, türkische Identitätsnummer (T.C. kimlik no), Geburtsdatum, Telefon Unternehmensinhaber, Systemadministration, HR; Mitarbeitende für den eigenen Datensatz. Führungskräfte sehen in ihrem Team Identitätsnummer, Geburtsdatum und Telefon nicht
Stelle und Organisation Abteilung, Stelle, Führungskraft, Eintrittsdatum In der Karte die oben Genannten sowie die direkte oder indirekte Führungskraft der Person. Name, Abteilung, Stelle und Vorgesetztenbeziehung sind im Organigramm für alle Nutzer in den Standardrollen sichtbar, das Eintrittsdatum nicht
Gehalt Brutto- oder Nettogehalt, Gehaltshistorie Unternehmensinhaber und HR; die Systemadministration nicht
Unterlagen besonderer Art Ärztliches Attest, Führungszeugnis Unternehmensinhaber, HR und die Person selbst
Sonstige Unterlagen Vertrag, Diplom, Zertifikat Unternehmensinhaber, Systemadministration, HR und die Person selbst

Um die Standards zu ändern, kann das Unternehmen Personen mit der Rolle HR, Führungskraft oder Mitarbeitende eigene Rollen zuweisen, die nur die ausgewählten Berechtigungen enthalten; die Rechte von Unternehmensinhaber und Systemadministration sind fest vorgegeben.

Wie funktioniert es?

Die Personalakte wird in fünf Schritten eingerichtet und ist danach die gemeinsame Datenquelle der übrigen Module:

  1. Organisation anlegen. Legen Sie Abteilungen und Stellen im Modul Organigramm und Stellen an, oder lassen Sie fehlende beim Import anlegen.
  2. Bestehende Daten übernehmen. Laden Sie Ihre Mitarbeiterliste per CSV- oder xlsx-Vorlage hoch und beheben Sie die Probleme aus dem Vorschaubericht. Übertragene Jahresurlaubstage werden mit einer eigenen Datei für Anfangssalden erfasst.
  3. Unterlagen und Gehälter ergänzen. Laden Sie eingescannte Unterlagen mit Typ und Gültigkeitsdatum in die Karte; wenn Sie die Lohnabrechnung nutzen, erfassen Sie den Gehaltseintrag mit Gültigkeitsdatum.
  4. Mitarbeitende einladen. Über die aus der Karte verschickte Einladung legen Mitarbeitende ihr eigenes Konto an und sehen beim ersten Login ihre eigene Karte.
  5. Änderungen an einer Stelle pflegen. Ändern sich Stelle, Führungskraft oder Austrittstag in der Karte, nutzen Urlaubsverwaltung, Anwesenheitsliste (Puantaj) und Lohnabrechnung dieselben aktuellen Daten.

Die Pakete von Sora İK richten sich nach der Zahl aktiver Mitarbeitender; Karten mit vergangenem Austrittstag zählen nicht mit, und ist die Paketgrenze erreicht, lässt sich keine neue aktive Karte anlegen. Aktuelle Pakete und Grenzen finden Sie auf der Seite Preise.

Beispielansichten — mit Beispieldaten erstellt.

Wie werden personenbezogene Daten in der Personalakte geschützt?

Weil in der Personalakte personenbezogene Daten der Beschäftigten und Daten besonderer Art wie Gesundheitsangaben (özel nitelikli kişisel veri) liegen, wird der Zugriff nach dem Prinzip der minimalen Berechtigung eingeschränkt. Nach dem KVKK (türkisches Datenschutzgesetz Nr. 6698) ist das Kundenunternehmen Verantwortlicher (veri sorumlusu) für die Mitarbeiterdaten; Sora İK verarbeitet diese Daten nach Weisung des Unternehmens.

Der Beitrag des Moduls umfasst drei Punkte. Erstens werden sensible Angaben über eine eigene Berechtigung freigegeben: Die türkische Identitätsnummer erscheint nicht in Listen, in der Karte ist sie nur für berechtigte Nutzer im Klartext sichtbar, und das Aufdecken der Nummer einer anderen Person wird im Audit-Log erfasst. Zweitens werden Änderungen und Zugriffe auf sensible Daten (Identitätsnummer, Gehaltshistorie, Herunterladen von Unterlagen) im Audit-Log protokolliert; nicht jeder Aufruf einer Karte wird erfasst. Drittens werden die Daten eines Unternehmens auf Datenbankebene von denen anderer Unternehmen getrennt. Aufbewahrung und Vernichtung werden unter das KVKK-Compliance-Management fallen, das demnächst folgt. Dieser Aufbau trägt zu einer am KVKK ausgerichteten Prozessgestaltung bei; ob die Anforderungen erfüllt sind, ist zusammen mit den Richtlinien und der Praxis Ihres Unternehmens als Verantwortlicher zu beurteilen. Details zu Hosting, Verschlüsselung und Datensicherung finden Sie auf der Seite Sicherheit und Datenschutz.

Mit welchen Modulen arbeitet es zusammen?

  • Verfügbar

    Personalverwaltung

    Dokumenten- und Vertragsverwaltung

    Verwahrt Arbeitsverträge und Personaldokumente auf der Personalkarte mit Versionen, Gültigkeitsdaten, Zugriffsrechten und Lesebestätigung.

  • Verfügbar

    Personalverwaltung

    Onboarding und Offboarding

    Steuert Ein- und Austrittsschritte wie Unterlagen, Zugänge und SGK-Meldungen (Sozialversicherung) per Checkliste.

  • Verfügbar

    Personalverwaltung

    Organigramm und Stellen

    Legt Abteilungen und Stellen an und zeigt Vorgesetztenbeziehungen und Mitarbeitende als Organigramm.

  • Demnächst

    Compliance und Berichtswesen

    KVKK-Compliance-Management

    Dateninventar, Einwilligungen, Anträge Betroffener und Löschfristen als Beitrag zu Prozessen nach KVKK, dem türkischen Datenschutzgesetz.

Häufige Fragen

Welche Unterlagen gehören in die Personalakte?

Welche Unterlagen geführt werden, hängt von der Art der Tätigkeit und den einschlägigen Vorschriften ab. In der Praxis sind eine Ausweiskopie, der Arbeitsvertrag, Diplome oder Zertifikate und bei manchen Tätigkeiten ein ärztliches Attest üblich. Sora İK ordnet Unterlagen festen Typen zu, etwa Arbeitsvertrag, Ausweiskopie, Diplom, Zertifikat oder ärztliches Attest. Für die verbindliche Liste Ihres Betriebs empfehlen wir, Ihre arbeitsrechtliche Beratung hinzuzuziehen.

Entfällt mit der Digitalisierung der Papierakten die Pflicht, Originale aufzubewahren?

Nein. Die digitale Personalakte hält eingescannte Kopien und strukturierte Daten geordnet vor, hebt aber Pflichten zur Aufbewahrung handschriftlich unterzeichneter Originale nicht auf. Welches Original wie lange aufzubewahren ist, hängt von den Vorschriften und der Art des Dokuments ab. Maßgeblich ist hier die Einschätzung Ihrer Rechtsberatung oder Ihres Steuerberaters (mali müşavir).

Können Mitarbeitende ihre eigenen Personaldaten einsehen?

Ja. Mitarbeitende, deren Login mit ihrer Personalkarte verknüpft ist, sehen in der Ansicht „Profil“ ihre eigene Karte, ihren Jahresurlaubsanspruch und ihre eigenen Unterlagen. Selbst ändern können sie ihre Daten nicht: Ändert sich etwa die Telefonnummer, melden sie dies an HR, und HR trägt die Änderung in der Personalkarte ein. Änderungsanträge aus der Anwendung mit Freigabe durch HR sind derzeit nicht vorhanden; sie folgen demnächst.

Wie übernehmen wir unsere bestehenden Mitarbeiterdaten in Sora İK?

Die Mitarbeiterliste wird per CSV- oder xlsx-Vorlage gesammelt hochgeladen. Die Vorlage enthält Spalten wie Vorname, Nachname, türkische Identitätsnummer (T.C. kimlik no), Eintrittsdatum, Arbeitsform, Abteilung, Stelle und Personalnummer der Führungskraft. Ein Vorschaubericht zeigt Probleme nach Zeile und Feld; enthält auch nur eine Zeile einen Fehler, wird kein Datensatz geschrieben. Fehlende Abteilungen und Stellen aus der Datei können Sie optional anlegen lassen.

Wer kann Gehalts- und Gesundheitsdaten sehen?

Gehaltsdaten sehen standardmäßig Unternehmensinhaber und HR; die Rolle Systemadministration sieht keine Gehälter. Personen mit der Rolle HR, Führungskraft oder Mitarbeitende können die Gehaltsberechtigung über eine eigene Rolle erhalten, die der Unternehmensinhaber zuweist. Ärztliches Attest und Führungszeugnis sind Dokumenttypen besonderer Art: Nur Inhaber dieser Berechtigung und die Person selbst sehen sie, in den Listen anderer erscheinen sie nicht. Führungskräfte sehen Identitätsnummer, Geburtsdatum und Telefon ihres Teams nicht.

Können wir sehen, wer Änderungen an der Personalkarte vorgenommen hat?

Ja. Jedes Anlegen, Ändern und Löschen in der Personalkarte wird mit ausführendem Nutzer, Zeitpunkt und den Namen der geänderten Felder im Audit-Log erfasst. Vorheriger und neuer Wert werden heute nicht gespeichert; ihre Speicherung folgt demnächst. Auch das Aufdecken der Identitätsnummer einer anderen Person und das Aufrufen der Gehaltshistorie werden als eigene Ereignisse protokolliert. Unternehmensinhaber und Systemadministration prüfen das Audit-Log mit Filtern und laden es als CSV herunter.

Was geschieht mit der Personalakte nach einem Austritt?

Die Karte wird nicht gelöscht. Nach dem Austrittstag erscheint der Status „ausgeschieden“, die Karte verschwindet aus der aktiven Liste und zählt nicht zu den aktiven Mitarbeitenden; über den Statusfilter bleibt sie auffindbar. Löschen dient nur der Korrektur falsch angelegter Karten; eine Karte mit Gehalts- oder Abrechnungsdaten zu löschen, erfordert zusätzlich die Abrechnungsberechtigung. Die Festlegung der Aufbewahrungsfristen und die Vernichtung abgelaufener Datensätze werden zum KVKK-Compliance-Management gehören, das demnächst folgt.

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